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Blog

1. Apr. 2017 (08:39)

Flugstromvergasung - Renaissance einer Technologie

opelKadett-holzvergaser

Bereits in den 1940er Jahren wurde der Koppers-Totzek-Reaktor zur drucklosen Flugstromvergasung von Feinkohle entwickelt. Im Jahre 1952 wurde das Verfahren zum ersten Mal kommerziell eingesetzt und seither stetig weiter entwickelt (1978 Texaco-Verfahren,1980 Shell-Koopers-Verfahren, 1986 PRENFLO, 1987 Synthesegas-Anlage Ruhr). Die neuste Entwicklung nutzt den Flugstromvergaser um direkt elektrischen Strom zu erzeugen. Obwohl diese Reaktoren bisher nur unter Laborbedingungen betrieben wurden, zeigen die Leistungsdaten die enorme Effizienzsteigerung bei der Energieumwandlung. Die neuen Verfahren verbrennen nicht nur fossielen Kohlestaub sondern auch regenerative Biomasse wir Holz. Das besondere an den neuen Reaktoren ist die Miniaturisierung. Während die alten Holzvergaser aus Opas Zeiten mit mannshohen Kesseln ausgestattet waren, zeigt das neue Verfahren, dass es auch viel kleiner geht. Bereits ein Reaktor von der Größe einer Kaffeetasse bringt es auf eine Leistung von rund 800W - und das ist erst der Anfang!

Durch unsere Kooperation mit dem Fraunhofer IVI und der TU-Dresden, die sich sehr stark für die Elektrifizierung auf der Straße einsetzen, hatten wir die Gelegenheit einen Versuchsreaktor mit HORUS zu testen. Obwohl die Leistung noch nicht ganz aussreicht und ein paar Probleme zu bewältigen sind, war es ganz einfach den Reaktor zu adaptieren. Besonders Vorteilhaft ist für die Anwendung in einer Drohne die hohe Energiemenge in einem Kilogramm Kohlestaub. Das beste ist aber, dass der Kohlestaub-Akku bei der Flugstromvergasung immer leichter wird. Das wiederum spart Strom und erhöht somit die Flugdauer. Ich bin mir sicher, dass wir in Zukunft noch sehr viel von dieser Technologie hören werden. Wenn es auch nicht der Durchbruch für die Autoindustrie sein wird, für kleine Verbraucher könnte es der Hit werden.

  • HORUS® ist eingetragenes Markenzeichen des Fraunhofer IVI (www.horus.mobi)