Drohnen in der Landwirtschaft

1. Apr. 2018 (12:00)

Drohnen in der Landwirtschaft

Anlässlich des 4. Fachsymposium Melioration konnte Lucas Günther mit seinem Vortrag eine kleinen Ausblick geben wie die Zukunft aussehen könnte. Dabei werden Drohnen über Feld und Flur schwirren, den Pflanzenbewuchs im Auge halte, Wildschäden protokollieren und die Vernässung kontrollieren. Das alles ist heute schon möglich und findet in immer mehr Betrieben Anwendung.

Ein ganz anderes Problem ist die zunehmende Verdichtung der Böden durch immer größere und damit schwerere Maschinen. Diesem Trend entgegenzuwirken hat sich die Forschungsgruppe Elektrifizierung der Landwirtschaft zum Ziel gemacht. Neben kleinen, leichten, dezentralen Maschinen die als Schwarm agieren, betritt nun einen ganz neue Generation das Feld. Beziehungsweise sie betritt das Feld eben nicht, sie schwebt über dem Feld! Es handelt sich dabei um besonders leistungsstarke Drohnen für die Feldarbeit. Düngen, sähen, Unkraut jäten, ernten und sogar Pflügen aus der Luft. Der Hauptvorteil ist die berührungslose Bearbeitung, wodurch die Bodenverdichtung auf Null reduziert wird. Das minimiert die Erosion, sorgt für lockere Böden und verbessert den Wasser- und Nährstoffhaushalt.

Natürlich steckt die Technik noch in den Kinderschuhen und es wird noch ein paar Jahre dauern bis kraftintensive Arbeiten wie Pflügen alltäglich werden. Auf der anderen Seite ist die Entwicklung schon so weit, dass wir ab April den HORUS in der Standardausführung mit Ackerschiene liefern.

Melioration Fachsymposium

8. Mär. 2018 (13:09)

Melioration

Am 28 März (2018) findet das Fachsymposium landwirtschaftliche Melioration bereits zum vierten Mal statt. Wie schon seit 2012 wird die Veranstaltung von Apus Systems, der HTW-Dresden und dem SiMUL organisiert. Das dicht gepackte Programm verspricht viele interessante Vorträge und aus Politik, Wissenschaft und praktischer Anwendung. Aus diesem Grund freuen wir uns besonders, dass wir mit unserem Vortrag über Drohnen in der Landwirtschaft das Programm bereichern dürfen.

Allgemeinverfügung für Sachsen 2.0

5. Feb. 2018 (20:47)

panorama Blaues Wunder Dresden im Winter

Im Oktober 2016 (NfL-1-837-16) gab es sie bereits, jetzt ist sie wieder da: die Allgemeinverfügung für Sachsen. Gemeint ist dabei eine besondere Form der Aufstiegsgenehmigung für Drohnen (UAS). Aber der Reihe nach.

Im April 2017 wurde die Drohnenverordnung (im Bundestag) verabschiedet und damit wurde auch die bis dahin gültige Allgemeinverfügung hinfällig. Ein großer Vorteil der neuen Gesetzgebung ist jedoch, dass für viele Fälle überhaupt keine Aufstiegsgenehmigung mehr erforderlich ist. Allerdings gibt es auch sehr viele Grenzen, wie die Flughöhe (100m), das Abfluggewicht (5kg) und Flugverbotszonen (Naturschutzgebiete, Industrieanlagen, spezielle Lufträume). Glücklicherweise sind viele dieser Grenzen in der Drohnenverordnung grundsätzlicher Natur. Das heißt, dass Überschreiten ist mit der entsprechenden Genehmigung legal. Damit stehen die Luftfahrtämter der Länder wieder vor dem alten Problem: viele Drohnenpiloten beantragen viele Genehmigungen die abgearbeitet werden wollen.

Eine Erleichterung für die Ämter bringt die neue Allgemeinverfügung (NfL-1-1233-18) mit sich, den im Gegensatz zu einer Genehmigung gibt es kein Genehmigungsverfahren seitens der Ämter mehr. Wörtlich ist im Dokument von einer "Erklärung zur Nutzung in der Allgemeinverfügung erteilten Erlaubnis" die Rede. Unterzeichnet der Steuerer diese Erklärung, kann er nach Posteingang bei der Landesluftfahrtbehörde von einigen Ausnahmen Gebrauch machen. Die Gültigkeit beträgt 2 Jahre und kann jederzeit widerrufen werden.

Was bedeutet das nun für den Drohnensteuerer in Sachsen?

Unabhängig von der Nutzungsart darf jeder Pilot nach wie vor außerhalb der Betriebsverbote aufsteigen. Diese sind klar und deutlich in der Drohnenverordnung definiert, wie schon erwähnt. Die neue Verfügung hingegen zielt auf die Ausnahme der Betriebsverbote ab. Mit dieser Verfügung, darf jeder Steuerer im Rahmen bisherige Betriebsverbote durchfliegen. Beispielhaft sind hier die wichtigsten Ausnahmen und deren Auflagen:

  • Betrieb bei Nacht ist möglich mit entsprechender Beleuchtung
  • Betrieb in RMZ - Zonen möglich mit Abstimmung der zuständigen Luftaufsicht des Flugplatzes
  • Betrieb über Wohngrundstücken möglich mit einer Drohne kleiner 2,0 kg Abfluggewicht (der Flug muss auch einen Zweck erfüllen, z.B.: Vermessungsflug)
  • Maximale Flughöhe von 100 m über Grund darf überschritten werden z.B. an hohen Türmen und Windkraftanlagen
  • In Kontrollzonen von Flughäfen wird die maximale Flughöhe von 50 m auf 100 m angehoben mit der Freigabe des Towers

Neu ist auch die 1:1 Regel, welche besagt, dass der Betrieb in einem seitlichem Abstand von min. 10 m zu:

  • Menschenansammlungen
  • Bundesfernstraßen (Bundesstraßen und Autobahnen)
  • Bundeswasserstraßen
  • Bahnanlagen

durchführt werden darf, sofern die Höhe der Drohne über Grund stets kleiner als der seitliche Abstand ist. Der zügige Überflug (ohne Verweilen) ist auch in einer Mindesthöhe von 50 möglich!

Wo bekomme ich diese Allgemeinverfügung?

Kurz gesagt, muss nur die Erklärung ausgefüllt und abgesendet werden und schon darf in den o.g. Zonen unter Einhaltung der Auflagen geflogen werden!

Aufmerksame Schüler

15. Jan. 2018 (14:27)

Airclip Mug.jpg

Heute wurden ein paar schwere Pakete mit zerbrechlichem Inhalt geliefert: Die Airclip Kaffeetassen. Hübsch sind sie geworden und mit diesen Tassen schmeckt der Kaffee doppelt so gut.

Die erste Bewährungsprobe für das neue Porzellan ist die nächste Schulung (am 26. und 27. Januar 2018), dann wird sich zeigen, ob sich die Tassen in der Praxis bewähren, den Heißgetränken standhalten und unsere Schüler aufmerksam bleiben. Als kleines Dankeschön fürs Tassen-Testen bekommt jeder Teilnehmer der nächsten Schulung eine Tasse geschenkt.

Brandschutz über Silvester

3. Jan. 2018 (12:00)

Tresor für Akkus

Für viele ist Silvester ein Synonym für Feuerwerk und für die Feuerwehren leider auch eins für Brandeinsätze. Mit Pyrotechnik hat Airclip natürlich nichts zu tun, allerdings betrifft uns das Thema Brandschutz in besonderem Maße. Grund sind die Hochleistungsakkus, die in unserem Drohnen Verwendung finden. Wie spätestens seit dem Smartphone-Skandal (Batterien, die sich selbst entzündet haben), bekannt ist, bedarf der Umgang mit Akkus besonderer Sorgfalt.

Das betrifft sowohl das Laden, wie auch den Gebrauch und regelmäßiges Warten der Akkus. Aber auch der Transport und die normale Handhabung birgt Gefahren - vor allem wenn man bedenkt, dass ein herunter gefallener Akku leicht so stark beschädigt wird, dass er unter erheblicher Rauchentwicklung beginnt zu brennen. Passieren solche Unfälle in geschlossenen Räumen, werden diese schnell mit den giftigen Nebel gefüllt. Dabei brennen die Batterien und Akkus gerne ohne sichtbare Flamme, dafür mit großer Hitze. Einen brennenden Akku zu Löschen ist daher schwer möglich, selbst mit Wasser. Außerdem werden wegen der großen Hitze des Feuers schnell andere Gegenstände entzündet und so wird in zwei Minuten aus dem Akkubrand ein Zimmerbrand.

Um dem vorzubeugen haben wir uns einen rund 300 kg schweren Freund liefern lassen: Einen Geldschrank aus dem Anfang des letzten Jahrhunderts mit massiven 10 cm dicken Stahlwänden. Liefern lassen war übrigens die richtige Entscheidung, denn sechs Männer - echte Männer - nahmen dafür jeden verfügbaren Platz auf der Treppe in die Werkstatt ein.

Jetzt können wir unsere Akkus noch sicherer lagern. Die massiven Stahlwände sind feuerfest und werden selbst einem extremen Brand eine Weile standhalten können. Genauso wichtig wie der massive Stahlschrank ist auch der kleine Brandschutzkoffer. Eine feuerbeständige Kassette die Platz für ein paar Akkus bietet.

Sollte die Menge der Akkus weiter wachsen, wird ein Batterieraum notwendig. Dieser ist dann belüftet, mit einer Löschanlage versehen und direkt mit der Einsatzleitstelle verbunden. Vielleicht wird die Akkutechnologie künftig auch sicherer, momentan zählt aber - safty first.

Wir wünschen ein sicheres, erfolgreiches und gesundes neues Jahr.

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