Treffen der anerkannten Stellen in Braunschweig 14. Feb. 2019 (16:16)

LBA in Braunschweig

Am 20. Februar findet in Braunschweig ein Treffen der anerkannten Stellen (die den Kenntnisnachweis prüfen und ausstellen dürfen) statt. Es ist die erste Veranstaltung dieser Art und Airclip (DE.AST.011) freut sich bereits die anderen Unternehmen endlich persönlich kennenzulernen. Gastgeber ist das Luftfahrtbundesamt (LBA) und ich befürchte, dass uns das prall gefüllte Programm an diesem Tag nur wenig Zeit für Small Talk übrig lässt.

Im Vordergrund stehen Themen rund um den Kenntnisnachweis, wie zum Beispiel der Fragenkatalog auf deutsch und englisch und überarbeitete Revisionen. Aber natürlich auch Datenschutz und Qualitätssicherung. Spannend wird mit Sicherheit auch der Ausblick auf zukünftige europäische Regelungen zum Drohnenflug und ihren Einfluss auf die Gestaltung der deutschen Drohnenverordnung. So bin ich sicher das uns nach dieser Informationsflut auf der Heimreise von Braunschweig der Gesprächsstoff nicht ausgehen wird.

Winterdienst 6. Feb. 2019 (07:14)

Airclip Büro im Winter

Wer hätte gedacht, dass der Winter doch noch kommt? Letztes Wochenende war es soweit und die Wolken brachten uns eine ordentliche Menge Schnee. Der Winterdienst funktionierte und so hielt sich das Verkehrschaos am Montag in Grenzen.

Aber auch Drohnenpiloten müssen sich auf den Winter einstellen. Allem voran sind es natürlich die Akkus, die bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt wesentlich weniger Leistung bereitstellen. Akkus vorzuwärmen und draußen im Feld vor Wind und Wetter zu schützen ist Gebot der Stunde. Das macht sich bei der zu erwartenden Flugdauer bemerkbar und immer dann, wenn Leistung gefragt ist. Aber auch erhöhte Luftfeuchtigkeit wie an Flüssen (Seen und Bächen) birgt gefahren. Denn während kalte Luft normalerweise trocken ist, kann feuchte Luft zu Eisbildung an den Propellern und im schlimmsten Fall zum Absturz führen.

Beinahe trivial aber dennoch erwähnenswert ist der Schnee am Boden. Um Kamera und die Drohne selbst zu schützen, sollte die Start- und Landeflächen von Schnee geräumt sein. Sonst läuft man Gefahr die Drohne im Schnee zu vergraben und vielleicht sogar zu beschädigen. Wer also bei diesem Wetter fliegen darf, tut gut daran eine Schneeschaufel und Besen einzupacken. Schließlich können wir nicht erwarten, dass der Winterdienst auch unsere Landeplätze umsorgt.

SORA Analyse von Airclip 6. Jan. 2019 (18:00)

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SORA (Specific Operational Risk Assessment) ist ein europaweites Verfahren zur Risikoanalyse für den Einsatz von unbemannten Flugsystemen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat dieses zum SORA-GER für Deutschland angepasst.

Ist für einen geplanten Flug eine Aufstiegsgenehmigung nötig, kann zur Bewertung der Sicherheit des Betriebs von unbemannten Fluggeräten eine einheitliche Risikobewertung nach SORA-GER nötig sein. Die zuständige Landesluftfahrtbehörde legt dann für diese formalisierte Risikobewertung die aktuelle NfL 1163-17 (Nachrichten für Luftfahrer) zu Grunde und entscheidet anhand dieser ob ein Flug zulässig ist oder nicht.

Das Prozedere erfordert vor allem bei sensiblen Betriebsgrenzen (Flug außerhalb der Sichtweite, über Menschenansammlungen) eine exakte Beschreibung der Gefährdungen gegenüber Personen und anderen Luftverkehrsteilnehmern. Darüberhinausgehend ist es oft notwendig entsprechende Verfahren zum Senken des Risikos bzw. der Risikoklasse umzusetzen, sodass die Luftfahrtbehörde den Aufstieg genehmigen kann.

Das Airclip-Team ist ein kompetenter Ansprechpartner mit langjähriger Expertise und unterstützt Sie gerne bei der Beantragung einer Aufstiegserlaubnis beziehungsweise bei dem SORA-GER-Verfahren für Ihr Vorhaben.

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Drohnenfotos in der Silvesternacht 28. Dez. 2018 (16:57)

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Gerade an Silvester lohnt es sich besonders spektakuläre Bilder von einer Drohne aus aufzunehmen. Wäre da nicht das Nachtflugverbot für Drohnen, welches deutschlandweit gilt. Eine Genehmigung der zuständigen Luftfahrtbehörde ist also ein Muss für alle diejenigen die legal Fliegen möchten. Eine Alternative bietet die Allgemeinverfügung der Luftfahrtbehörden in manchen Bundesländern. Dieses vereinfachte Verfahren erlaubt den Nachtflug unter bestimmten Voraussetzungen. Leider bieten nicht alle Bundesländer diese Möglichkeit an. Im Rahmen der Allgemeinverfügung in Sachsen beispielsweise dürfen Flüge in der Dunkelheit durchgeführt werden, wenn sich ausreichend helle Beleuchtung an der Drohne befindet sodass für den Piloten als auch für andere Personen oder Luftfahrtteilnehmer eine rechtzeitige Erkennung gewährleistet ist. Die genauen Nebenbestimmungen für den Flug bei Nacht sind hier nachzulesen.

Achtung: Die Allgemeinverfügung muss per Post an die Luftfahrtbehörde gesendet werden und ist erst bei Posteingang gültig. Das heißt wer Silvester fliegen möchte, muss sicherstellen, dass die Unterlagen auch rechtzeitig ankommen. Die Details sind in der Allgemeinverfügung für Sachsen in Punkt 6 der Nebenbestimmung auf Seite 4 zu finden.

In unserer FAQ haben wir genau beschrieben in welchen Bundesländern nach dem selben Prinzip vorgegangen wird. Das Airclip Team wünscht allen einen guten Rutsch.

Drohnen über Gatwick 20. Dez. 2018 (11:38)

Altenburg RMZ

Gestern wurden am zweitgrößten Flughafen Englands Drohnen gesichtet. Als Folge wurde der gesamte Flugbetrieb eingestellt - Safety First! Alle Starts wurden auf unbestimmte Zeit verschoben und Flugzeuge mit dem Ziel Gatwick mussten auf andere, zum Teil 200 km weit entfernte, Flughäfen ausweichen. Wie man sich denken kann waren die betroffenen Passagiere nicht gerade begeistert und auch der finanzielle Schaden ist beträchtlich.

Was die Drohnen dort zu suchen hatten und wer dafür verantwortlich ist, ist noch unklar. Dass jemand versehentlich seine Drohne in den Kontrollbereich des Flughafens gesteuert hat, ist unwahrscheinlich. Zumindest sollte jeder wissen, dass Drohnen dort nichts zu suchen haben. In Deutschland ist dies durch Flugverbotszonen in der Drohnenverordnung geregelt. Darüber hinaus ist für die Verwendung von Drohnen mit mehr als 2 kg Startmasse ein Kenntnisnachweis, umgangssprachlich auch Drohnenführerschein genannt, Pflicht. Daher sollte jedem klar sein, dass es ich bei solch einer Ordnungswidrigkeit um alles andere als einen Kavaliersdelikt handelt. In Deutschland drohen empfindliche Geldstrafen, hohe Schadensersatzforderungen und gegebenenfalls eine strafrechtliche Verfolgung.

MDR Beitrag mit Airclip Geschäftsführer Lucas Günther zum Thema!

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Dieser Fall veranschaulicht welche negativen Folgen die Begegnung von unbemannten und bemannten Luftfahrtsystemen haben kann. Drohnen zu verteufeln ist aber sicher keine Lösung. Vielmehr gebieten es die ständig wachsenden Anwendungsgebiete für Drohnen eine Zusammenarbeit anzustreben. Aus diesem Grund bieten wir ab nächstem Jahr Drohnenschulungen am Flughafen Leipzig-Altenburg an. Die speziellen Schulungen richten sich an professionelle Drohnenanwender, die mehr wollen, als nur schöne Bilder schießen. Am Flughafen haben wir die Gelegenheit verschiedene Szenarien zusammen mit dem Tower zu trainieren. Selbstverständlich bei laufendem Flugbetrieb und ohne dass der Flughafen wegen uns gesperrt werden muss.

Wie die Nachrichten aus Gatwick zeigen, ist es an der Zeit, Drohnenpiloten im Betrieb mit bemannter Luftfahrt zu schulen und wir freuen uns, dass es bald los geht. Die Termine für die ersten Schulungen am Flughafen werden bald bekannt gegeben. Bei Interesse können Sie sich natürlich schon jetzt bei uns melden.

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