Drohnenwissen
Muss ich ein Flugbuch führen?
In der offenen Kategorie besteht keine Pflicht. Sie dürfen fliegen, ohne etwas aufzuschreiben.
In der speziellen Kategorie sieht es anders aus: Dort ist die Aufzeichnung von Flügen regelmäßig Auflage der Betriebsgenehmigung oder Bestandteil des Betriebshandbuchs. Was genau zu dokumentieren ist, steht in Ihrer Genehmigung.
Warum es sich trotzdem lohnt
Ein Flugbuch ist vor allem dann wertvoll, wenn etwas schiefgeht – und das ist selten der Moment, in dem man sich noch an Details erinnert:
- Im Schadenfall weisen Sie nach, unter welchen Bedingungen Sie geflogen sind. Wird Ihnen Wochen später ein Schaden zugeschrieben, ist der Eintrag Ihr bester Beleg.
- Bei der Meldung eines Vorkommnisses brauchen Sie Zeit, Ort, Wetter und Beteiligte ohnehin.
- Für die Wartung sind Betriebsstunden pro Gerät und Akkuzyklen die Grundlage sinnvoller Intervalle.
- Gegenüber Auftraggebern ist ein sauber dokumentierter Einsatz ein Qualitätsmerkmal – manche Industriekunden verlangen ihn inzwischen.
Was hineingehört
Datum und Uhrzeit, Ort, eingesetztes Gerät, Fernpilot, Zweck des Fluges, Flugdauer, Wetter, Besonderheiten und Vorkommnisse. Das reicht. Eine Tabelle genügt; viele Flottensysteme protokollieren die technischen Daten ohnehin automatisch mit — ergänzen müssen Sie dann nur noch den Kontext.