Drohne über Wasser - alles wie immer, oder nicht?

Ein Flug über Wasser sorgt für spektakuläre Aufnahmen. Hier finden Sie die entscheidenden Tipps, um nicht ungewollt baden zu gehen.

Sie stehen am Wasser, das Herz schlägt bis zum Hals, aber Sie sagen sich: Was soll an der Drohne bei einem Flug über dem Wasser schon anders sein als über Land? Das Flugverhalten ist natürlich gleich. Die Gefahr liegt hier aber im Detail.

Die meisten Drohnen besitzen eine Schar von Assistenzsystem. Diese greifen häufig auf optische Sensoren zu. Die Drohne scannt so den Boden - der sich in der Regel nicht bewegt. Über Wasser sieht das ganze etwas anders aus. Wellen, Reflektionen und Strömungen sind Gefahrenquellen für die Sichtsensoren der Drohne, die Sie sehr einfach umgehen können. Achten Sie vor dem Flug darauf, dass Sie das Sichtsystem ausschalten. Den Punkt "Enable Vision Positioning" (Sichtsystem aktivieren) finden Sie im Sensor-Menü unter "Advanced Settings" (Erweiterte Einstellungen).

Einstellungen App Drohne über Wasser

Wer an der Wasseroberfläche kratzen möchte, der sollte außerdem die Option "Landing Protection" (Landeassistent) ausschalten. Dieser nutzt Schall Sensoren, die für Wasser ungeeignet sind.

An alle Bootkapitäne noch ein abschließender Hinweis: Unbedingt den Return to Home Punkt kontinuierlich verlegen lassen! Andernfalls werden Sie Ihre Drohne eventuell nicht wiedersehen. Den Button finden Sie im Menü mit dem Drohnen-Symbol.

Wenn Sie die drei Einstellungen beachten, dann sollten Sie technisch gut vorbereitet sein. Gesetzlich sind Flüge über Wasser gestattet, außer es handelt sich um eine Bundeswasserstraße. Dazu gehören alle größeren Flüsse wie z.B. Elbe, Main und Spree. Eine Karte finden Sie auf der Seite des BMVI

Abschließend sei die größte Gefahr erwähnt, die niemand auf dem Schirm hat: Möven! Unsere Erfahrung zeigt, dass die Vögel großes Interesse an Drohnen haben. Also immer schön wachsam bleiben.


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