Drohnen für Solarunternehmen

Vereinfachen Sie sich die Inspektion Ihrer Anlage. Wie das geht und was dabei wichtig ist, erfahren Sie hier.

Das wichtigste in sieben Sätzen

  1. Drohnen haben Ihre Stärken in Installation und Wartung.

  2. Sie dokumentieren unzugängliche Bereiche.

  3. Drohnen sind ein Quantensprung im Arbeitsschutz.

  4. Der Planungsprozess wird durch digitale Modelle revolutioniert.

  5. Die Einführung von drohnenbasierten Prozessen ist vielen Unternehmen bereits gelungen.

  6. Ihre Kunden sind von eindrucksvollen Vorher-Nachher-Animationen begeistert.

  7. Sie verschaffen sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Einleitung

Die Solarbranche wächst explosionsartig und der Anblick der Solaranlagen auf Freiflächen oder Dächern ist mittlerweile ein gewohnter. Immer mehr Industriebetreiber und Haushalte setzen auf die Technik und erzeugen den Strom selbst. Was haben die Anlagen aber nun mit Drohnen zu tun? Das klären wir in unserem Guide. Lassen Sie uns zunächst einen Blick auf typische Probleme in Ihrer Branche werfen.

Herausforderungen der Solarbranche

Unzugänglichkeit

Sie kennen das Problem: Wenn es sich nicht gerade um eine Freiflächenanlage handelt, liegen Solaranlagen häufig auf Hausdächern oder anderen erhöhten Flächen. Die Einsehbarkeit ist schlecht und der Aufwand groß, um sich einen vernünftigen Überblick zu verschaffen. Gerüste und Hubsteiger sind teuer und unflexibel - jedes Mal muss genau geprüft werden, ob sich der Einsatz lohnt.

Unübersichtlichkeit

Aber auch Freiflächenanlagen bergen Herausforderungen, denn große Gelände sind in der Planung unübersichtlich. Die Vermessung ist aufwendig und lässt kritische Bereiche möglicherweise außen vor. Während des Betriebs kann die Inspektion zu Fuß langwierig und nervenaufreibend sein. Hier besteht eindeutig Optimierungsbedarf.

Komplizierte Gegebenheiten

Wie schön ist ein einfaches Satteldach ohne Dachfenster und Schornsteine. Leider sieht die Realität oft anders aus. Anbauten wie Blitzableiter, Kühlanlagen oder Schornsteine verkomplizieren die Planung, denn wo genau sitzen diese noch mal? Den manuellen Aufmaßen kann man nur bedingt Glauben schenken: Ist der Gegenstand wirklich an der richtigen Stelle? Was ist, wenn der Kollege etwas übersehen hat? Wirklich zufriedenstellend ist das nicht.

Steigende Anforderungen an den Arbeitsschutz

Arbeiten auf Dächern sind gefährlich. Es wundert also nicht, dass die Rufe nach Arbeitsschutz mit dem starken Wachstum der Branche lauter werden. Immer wieder treten schwere bis tödliche Unfälle bei Montage-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten auf. Stürze gehören neben Stromunfällen zu den häufigsten Ursachen.

Drohnen helfen bei Installation und Wartung

Installation: Aufmaße berechnen

Wer ein digitales Abbild eines Ortes sucht, ist bei Drohnen genau richtig. Vor der Installation einer Solaranlage wird das Dach rasterförmig überflogen. Aus den aufgenommenen Bildern wird ein 3D-Modell in der Cloud zusammengesetzt, das über den gesamten Planungsprozess hinweg wichtige Informationen zum IST-Zustand liefert. Das Ergebnis sind den Ansprüchen entsprechende Aufmaße.

Die Flugplanung erfolgt im Büro am Tablet-PC, sodass Sie die gewünschte Güte und Flugzeit optional je nach Situation anpassen können. Vorort wird per Knopfdruck der automatische Flug gestartet. Während des Fluges müssen Sie lediglich den Luftraum überwachen und acht geben, dass in der Planung kein Hindernis übersehen wurden. Die Drohne nimmt automatisch die erforderlichen Bilder auf und legt eine Zwischenlandung ein, falls der Akku getauscht werden muss. Nach Abschluss der Mission kehrt die Drohne automatisch zum Startpunkt oder einem ausgewählten Landepunkt zurück.

Noch auf dem Feld oder zurück im Büro werden die Bilddaten wahlweise in die Cloud oder lokal auf den PC übertragen. Damit beginnt die Modellerstellung per Software. Sie können in wenigen Minuten ein grobes Modell zur schnellen Validierung erstellen oder sich direkt ein exaktes Modell berechnen lassen. Je nach Ziel der Mission haben Sie ab sofort ein verzerrungsfreies Orthofoto, eine Punktewolke oder ein originalgetreues 3D-Modell z.B. als Dachaufmaß zur Verfügung, in dem Sie nun die gewünschte Anlage planen können. Der Kunde freut sich über den modernen Planungsablauf und virtuelle Aufnahmen der fertigen Anlage und Sie profitieren von verifizierten Daten ohne dafür eine Baustelle betreten zu müssen.

Wartung: Hot Spots finden

Bei Wartungsarbeiten an Photovoltaik-Anlagen wird die Infrarot-Kamera der Drohnen aktiviert. Damit können Sie die defekten Wafer ausfindig machen, an denen Sonnenenergie nicht mehr in Strom, sondern in thermische Energie umgewandelt wird. So kann das defekte Panel gezielt ausgetauscht werden.

Der Prozess ist betriebswirtschaftlich insbesondere für hochwertige Module sinnvoll, deren Austauschkosten nicht über dem Wartungsaufwand liegen. Wenn die Werte Ihrer Firma Qualität und Nachhaltigkeit beinhalten, dann können neue Wartungsmethoden zum Erfolgskriterium werden. Abschließend wollen wir darauf hinweisen, dass Drohnen in diesem Kontext natürlich nur für Photovoltaik-Anlagen einen Mehrwert bieten, nicht aber für Solarthermie.

Drohnenbasierte Prozesse für Unternehmen

Blueprint: Drohnenbasierter Planungsprozess

Sie kommen zum ersten Mal auf der Baustelle an und wollen sich einen Überblick verschaffen. Das gestaltet sich aber schwieriger als gedacht. Sie entdeckenden mehr und mehr kritische Stellen, bei denen herkömmliche Vermessungsmethoden an ihre Grenzen stoßen. Sie prüfen den Raum über dem Gelände und stellen fest, dass viele kritische Punkte aus der Luft leicht zu erkennen sind. Das ist der Moment, in dem ihre Drohne als kleiner Helfer ins Spiel kommt.

Die Drohne liegt - wie immer - flugbereit im Kofferraum. Die Flugvorbereitung ist in 4 min erledigt und die Drohne bereit für ihre Standardmission. Während automatisch die erforderlichen Bilddaten gesammelt werden, kümmern sie sich lediglich um die Luftraumüberwachung. Nach einigen Minuten ist das Areal vollständig kartiert und alles bereit für die Modellerstellung.

Als nächstes werden die Bilder über das mobile Datennetz direkt in die Cloud geladen. Nachdem Sie im Büro angekommen sind, wählen Sie die gewünschten Parameter des 3D-Modells aus und starten die Berechnung. Nach einigen Minuten stehen die Daten in der Cloud zum Download zur Verfügung. Sie dienen ab sofort im CAD als Basis für die weitere Planung der Anlage.

Blueprint: Drohnenbasierter Instandhaltungsprozess

Sie stehen vor einer großen Anlage und müssen heiß gelaufene Bauteile wie Hot Spots in den Panels, Kabel oder Verteiler finden. Das Prüfen zu Fuß wäre langwierig und ineffizient. Sie setzen stattdessen Ihre Drohne mit Infrarot-Kamera ein. Die Drohne ist schnell aufgebaut und die Flugplanung geht inzwischen ebenso schnell von der Hand. Nach dem Start des rechteckförmigen Fluges verfolgen Sie das Wärmebild auf dem Display, um erste Fehler zu entdecken. Zusätzlich nehmen Sie automatisiert in regelmäßigen Abständen Bilder auf, die am Ende zu einem zusammenhängenden Foto (so genanntes Orthofoto) zusammengerechnet werden und Ihnen in der Nachbereitung noch einmal den maximalen Überblick gibt. Das zusammenhänge Foto steht sowohl als Sichtbild als auch als Infrarot-Bild zur Verfügung. Über den effizienten Prozess freuen nicht nur Sie sich, sondern auch Ihr Kunde. Er kann in aller Kürze nachvollziehen, welche Fehler Sie entdeckt und instandgesetzt haben.

Implementierung von drohnenbasierten Prozessen

Eine neue Technologie in die gewachsenen Prozesse einzuführen, kann zu Problemen führen. Doch eins muss Ihnen gewiss sein: Sie sind nicht die ersten! Spätestens seit 2017 sind Drohnen in Unternehmen angekommen und uns erreichen täglich neue Nachrichten von erfolgreich eingeführten Drohnenprozessen.

Seien wir ehrlich - als Unternehmen kümmern Sie sich eigentlich nicht um die Drohne, sondern Sie möchten die Daten. Oder noch besser: Nur das Ergebnis der Daten. Diesen Gedanken haben Drohnen und Software Hersteller verstanden und automatisieren deshalb alles, was es zu automatisieren gibt. Der Status Quo ist, dass der Drohnenflug an sich kaum noch Beachtung findet, weil er einfach funktioniert. Wirklich interessant wird es, wenn man die verfügbare Software zur Verarbeitung ansieht. Und hier ist in den letzten Jahren viel passiert! Ganz gleich, in welchem Dateiformat Sie das Ergebnis haben möchten - am Markt findet sich für fast alles eine Lösung. Man muss sie nur kennen.

Die Frage, die Sie sich im Unternehmen stellen sollten, ist also nicht vordergründig, welche Drohne Sie brauchen. Die Frage sollte sein, welches Ergebnis Sie brauchen, um mit geringem Einführungsaufwand das meiste aus der Drohnen-Technologie herauszuholen. Dafür ist in der Regel nicht die Drohne entscheidend, sondern vor allem die Software.

Fragen Sie uns gerne welche Drohne aktuell mit welcher Software harmoniert. Wir halten stets eine Liste funktionierender Lösungen für Sie bereit.

Drohnenwissen

Weitere Antworten finden Sie in der Airclip Drohnen FAQ

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Lucas Günther

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