Forst- & Landwirtschaft

Um der Vielfältigkeit der modernen Landwirtschaft gerecht zu werden und den lokalen kleineren Bauern die Chance zu geben gegen große Agrarbetriebe zu bestehen, ist der EInsatz von Flugrobotern wichtiger geworden. Ihren großen Vorteil spielen sie vor allem durch ihre Geschwindigkeit aus.

Im Forstwesen ist die Suche nach Wildbeständen und deren Ausbreitung und Überwachung, sowie die Begutachtung des Pflanzenbestandes nach Wachstum und Schädlingen ein wichtiger Aspekt. All das schnell und vereinfacht aus der Luft.


Trichogramma

Ein Projekt an dem wir selbst beteiligt waren, nennt sich Trichogramma. Darunter versteht man die natürliche Schädlingsbekämpfung von Maiszünslern durch das Aussetzen von Schlupfwesten, genannt Trichogramma. Schlupfwespen gelten als natürlicher Feind des Maiszünslers und sind eine Methode den Schädling effizient los zu werden ohne den Einsatz von umweltschädlichen Mitteln. Die Drohne wirft dabei kleine biologisch abbaubare Kapseln ruhender Schlupfwespen über den Feldern ab. Die Schlupfwespen wirken wie ein Parasit und legen ihre Eier in die Eier des Maiszünslers, wodurch diese zerstört werden. Im Allgemeinen werden circa 200 Kugeln pro Hektar abgeworfen, was ungefähr 200 000 Trichogrammen entspricht.

Durch den Abwurf der biologischen Schädlingsbekämpfer werden Ernteausfälle für Landwirt und Verbraucher verhindert, sowie die Pflanzen vor Schäden geschützt. Eine Drohne kann die notwendigen Kapseln innerhalb nur eines Fünftels der Zeit im Gegensatz zu herkömmlichen Feldmaschinen oder manueller Verteilung abwerfen und bis zu 6 Hektar mit einer Akkuladung befliegen. Da sich der Abwurf der Kugeln im gleichen Zeitraum wie die Hochsaison der Getreideernte abspielen muss, erleichtert der Einsatz einer Drohne Ihre Arbeit ungemein und ermöglicht es Ihnen schnell zu Erntearbeiten zurückzukehren.

 

Pflanzenpflege

Neuentwickelte Drohnen besitzen die Möglichkeit aus der Luft Felder und andere Anbaugebiete großflächig zu besprühen. Vor allem im Weinanbau eine gelungene Hilfe, denn die schrägen Hänge birgen Gefahren für Winzer und Helfer. In vergangenen Forschungsprojekten wurde es möglich bis zu 500 m² Fläche mit einer Akkuladung zu besprühen. Mit der Nahinfrarottechnologie ist es aber auch möglich den Reifegrad durch einen Önologen feststellen zu lassen. Damit bieten die Multikopter eine deutlich höhere Sicherheit für die Arbeit an den steilen Hängen.

 

Überwachung der Flora mit Nahinfrarottechnologie

Die Unterscheidung von kranken und gesunden Pflanzen ist mit dem bloßen Auge kaum feststellbar. Mit Nahinfrarottechnologie wird sich ein Unterschied im Reflexionsverhalten aufgrund unterschiedlicher Chlorophyllgehalte zu Nutze gemacht. Die Technologie betrachtet Licht im Wellenlängenbereich zwischen 760-900 Nanometern und ermöglicht es mit den gewonnenen Informationen den Zustand und das Wachstum der Pflanzen zu überwachen. Dadurch ist die Bestandszählung und -auswertung im Forstwesen und die Begutachtung der Felder nach Schädlingsbefall und Pflanzenwachstum möglich.

 

Rehkitzsuche

Eine branchenübergreifende Anwendung findet sich bei der Rehkitzrettung. Rehkitze sind häufig auf Feldern von Landwirten unterwegs während Elternteile auf Nahrungssuche sind. In Erntezeiten fallen leider einige junge Rehe den landwirtschaftlichen Maschinen zum Opfer, ein bedauernswerter Verlust für die Natur, aber auch eine Verzögerung in der Ernte für die Landwirte und damit ein Verlust in der ohnehin harten Branche. An dieser Stelle setzen sich Forst- und Landwirtschaft das Ziel die Todesfälle zu minimieren. Hilfreich ist dabei der Einsatz einer Drohne mit Wärmebildkamera. Ihre Infrarotstrahlen erkennen Wärmesignaturen im Feld und ermöglichen es den Rehnachwuchs frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen für ein Weiterleben und eine schnelle Ernte zu ergreifen.

 

Wildbestandsreduzierung

Ähnlich zur Rehkitzsuche können Wärmebildkameras natürlich auch zum Finden von kranken und verletzten TIeren eingesetzt werden und die gezielte effiziente Jagd zur Bestandsreduzierung ermöglichen.