Was gehört in einen Pre-Flight-Check?

Drohnenwissen

Was gehört in einen Pre-Flight-Check?

Die meisten Zwischenfälle lassen sich am Boden verhindern. Ein Pre-Flight-Check kostet fünf Minuten und läuft in drei Stufen.

Vor der Fahrt: Planung

  • Einsatzort in der dipul-Karte prüfen – geografische Gebiete, Flugplätze, Naturschutz.
  • Nötige Erlaubnisse und Freigaben einholen, Bestätigungen mitnehmen.
  • Wetter für das Zeitfenster prüfen, nicht für den ganzen Tag.
  • Zustimmung für Start- und Landeplatz klären.
  • Akkus laden, Speicherkarten leeren, Firmware-Stand prüfen – nicht am Einsatztag updaten.

Am Einsatzort: Gerät und Umfeld

  • Sichtprüfung: Propeller auf Kerben und Risse, fester Sitz, Gehäuse, Kabel, Gimbal frei beweglich, Schutzabdeckung ab.
  • Akku fest verriegelt, Ladestand bei Drohne und Fernsteuerung ausreichend.
  • Kompass- und IMU-Status prüfen – besonders, wenn Sie weit gereist sind oder in der Nähe von Metallkonstruktionen stehen.
  • Satellitenempfang abwarten, bevor Sie starten.
  • Start- und Landeplatz frei, Absperrung oder Hilfsperson eingeteilt.
  • Umfeld ansehen: Freileitungen, Masten, Bäume, Menschen in der Nähe, Fluchtrichtung im Notfall.

Unmittelbar vor dem Start: Einstellungen

  • Rückkehrhöhe auf das höchste Hindernis der Umgebung plus Reserve setzen. Der häufigste vermeidbare Unfall entsteht, weil die Drohne bei automatischer Rückkehr in einen Baum steigt.
  • Verhalten bei Verbindungsverlust und kritischem Akkustand kontrollieren – siehe Failsafe.
  • Heimatpunkt gesetzt und plausibel.
  • Hinderniserkennung passend zum Vorhaben aktiviert oder bewusst deaktiviert.
  • Kurzer Schwebetest auf zwei Metern: Reagiert die Drohne sauber auf alle Achsen?

Wer regelmäßig fliegt, sollte diese Liste ausdrucken oder als Vorlage im Flugbuch führen. Genau diese Abläufe üben wir in unseren praktischen Trainings – auf Ihrem Gerät und in Ihrem Einsatzumfeld.

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