Wie verläuft die Entladekurve einer Batterie?

Drohnenwissen

Wie verläuft die Entladekurve einer Batterie?

Die Entladekurve eines Lithium-Polymer-Akkus, wie er in Drohnen steckt, verläuft in drei Phasen:

  1. Schneller Abfall zu Beginn. Direkt nach dem Start sackt die Spannung spürbar ab – das ist normal und kein Defekt.
  2. Langes, flaches Plateau. Über den größten Teil der Flugzeit bleibt die Spannung nahezu konstant. Hier lässt sich aus der Spannung allein kaum ablesen, wie viel Kapazität noch übrig ist.
  3. Steiler Einbruch am Ende. Ist das Plateau verlassen, fällt die Spannung sehr schnell ab.

Für die Praxis ist die dritte Phase die entscheidende. Weil die Spannung dort einbricht, statt gleichmäßig zu sinken, bleibt kaum Reaktionszeit – und unter Last, etwa beim Steigflug oder gegen den Wind, bricht sie zusätzlich ein. Landen Sie deshalb mit Reserve, üblicherweise bei 20 bis 30 Prozent Restkapazität, und planen Sie den Rückweg als Teil der Flugzeit, nicht als Zugabe.

Ein weiterer Punkt: Kälte verschiebt die gesamte Kurve nach unten. Im Winter erreichen Sie die kritische Phase deutlich früher als bei 20 Grad. Und Akkus altern – Innenwiderstand und Zyklenzahl gehören deshalb zu den Punkten, die bei einer Wartung geprüft werden.

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