Drohnen gewerblich nutzen

Gewerbliche Drohnen sind unser Spezialgebiet. Wir führen Sie in unserem Guide durch alle wichtigen Punkte - von Profis für Profis.

Inhalte

    Der gewerbliche Einsatz von Drohnen in 2021 ist kein Kunststück. Sie müssen lediglich ein paar Vorbereitungen treffen. Die Gesetze orientieren sich am Startgewicht Ihrer Drohne: Je schwerer, desto mehr Auflagen.

    Das wichtigste in Kürze

    • Sie brauchen unbedingt eine Haftpflicht Versicherung.

    • Ihr Unternehmen muss sich registrieren.

    • Drohnen bis 250 g sind führerscheinfrei. Wenn Ihre Drohne mehr als 250 g wiegt, dann brauchen Sie mindestens den kleinen EU-Drohnenführerschein. Ab 900 g müssen Sie den großen EU-Drohnenführerschein einplanen.

    • Bei Flügen innerhalb geschlossener Ortschaften muss das Ordnungsamt informiert werden. Oft genügt ein kurzer Anruf.

    • Wenn Sie Aufnahmen über Privatgrundstücken machen, dann ist die Erlaubnis des Eigentümers einzuholen.

    Haftpflicht-Versicherung

    Von Drohnen geht ein hohes Schadenspotenzial aus. Genau wie beim Auto ist eine Haftpflicht Versicherung deshalb Pflicht - und das ganz unabhängig vom Abfluggewicht. Anbieter sind Versicherungsunternehmen und Modellflugverbände wie z.B. unser Partner versichertedrohne.de.

    Haftpflicht-Versicherung für gewerblich genutzte Drohnen

    Abbildung 1: Haftpflicht-Versicherung für gewerblich genutzte Drohnen

    Registrierungspflicht für alle Drohnen mit einer Kamera

    Für Betreiber von Drohnen mit einer Kamera – ganz unabhängig vom Abfluggewicht – gilt ab 30.04.21 (Achtung: wurde wegen COVID vom 31.12.20 verschoben) die Registrierungspflicht. Der ausschlaggebende Punkt ist, ob Ihre Drohne personenbezogene Daten aufnehmen kann. Das ist der Fall, wenn Ihre Drohne eine handelsübliche Sichtkamera (= RGB-Kamera) an Bord hat. Folglich gilt die Registrierungspflicht für praktisch alle Drohnenbetreiber.

    Wir möchten noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass Sie sich als Pilot registrieren lassen müssen – nicht aber Ihre Drohne. Wer eine einzelne Drohne betreibt muss sich also genauso einmal registrieren lassen wie das Unternehmen, das 100 Drohnen betreibt. Die Registrierung erfolgt online beim Luftfahrt Bundesamt und ist voraussichtlich ab dem Stichtag, d.h. dem 30.04.2021, möglich.

    Drohnen bis 250g führerscheinfrei

    Wie bereits auch bei der nationalen Drohnenverordnung, können kleine Drohnen ohne einen Nachweis betrieben werden. Das maximale Abfluggewicht darf dabei 250g nicht überschreiten. Dies betrifft zum Beispiel die DJI Mini Serie und andere kleinere Drohnen in der Gewichtsklasse. Als Übergangsregelung dürfen Bestandsdrohnen unter 500g in der EU bis 01.01.2022 ohne Führerschein in allen Unterkategorien betrieben werden, speziell in der Bundesrepublik sogar bis 01.01.2023.

    Achtung: Sie müssen sich trotzdem registrieren!

    Kleiner EU-Drohnenführerschein

    Seit 31.12.2020 gelten neue, EU-weite Drohnenregeln. Darin ist festgelegt, dass für Drohnen mit mehr als 250 g Abfluggewicht der kleine EU-Drohnenführerschein zu machen ist. Sowohl das Training als auch die Prüfung stehen online im Portal des Luftfahrt Bundesamts (LBA) bereit. Die Prüfung kann beliebig oft wiederholt werden und enthält relativ einfache Fragen über Grundwissen von Gesetzen (z.B. Flugverbotszonen und Privatsphäre), Technik (z.B. Sicherheitssysteme und Interferenzen) und Meteorologie (z.B. urbane Luftbewegungen und Sichtweite).

    Großer EU-Drohnenführerschein

    Für Drohnen mit mehr als 900 g Abfluggewicht ist der große EU-Drohnenführerschein sinnvoll. Aber warum schreiben wir sinnvoll? Sie dürfen die Drohne auch mit dem kleinen EU-Schein fliegen - müssen aber stets einen Abstand von 150 m zu unbeteiligten Menschen einhalten! Mit dem großen Drohnenführerschein dürfen Sie bis 30 m heranfliegen. Falls Ihre Drohne einen Langsamflugmodus besitzt - bei DJI Tripod Mode genannt - sind es sogar 5 m. Planen Sie also unbedingt den großen EU-Schein ein! Wir haben drei unterschiedliche Schulungen zum großen EU-Drohnenführerschein im Angebot.

    Mehr Informationen zum kleinen und großen EU-Drohnenführerschein finden Sie in unserem Artikel Der neue EU-Drohnenführerschein.

    Drohnenschulung bei Airclip

    Abbildung 2: Drohnenschulung bei Airclip

    Safety first!

    Seien Sie sich bewusst, dass Sie für ein Fluggerät verantwortlich sind: Das Notaus als letzter Ausweg macht eine brenzlige Situation möglicherweise fatal. Sorgen Sie also für eine angemessene Vorbereitung und Sie werden viel Freude mit dem neuen Gerät haben. Wir bieten dazu eine Reihe von Schulungen an, die Sie in Theorie und Praxis der Drohnennutzung einführt.

    Der große EU-Drohnenführerschein ist unserer Meinung nach das absolute Mindestmaß für professionelle Anwender. Damit erhalten Sie die notwendige Grundausbildung und rechtliche Sicherheit im Umgang mit Drohnen - und die Ausbildung ist nicht so trocken wie Sie vielleicht denken, viele haben sogar Freude daran! Wenn die Basics geschafft sind, dann sollten Sie in Abhängigkeit von Ihrem Beruf eine unserer Fachschulungen in Betracht ziehen. Das ist nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, weil Sie schneller in einen effizienten Workflow kommen, sondern lehrt auch Profi-Tipps im praktischen Einsatz von Drohnen. Unser Spezialgebiet sind alle Berufe, die mit dem Thema Vermessung zu tun haben: Das ist zum Beispiel unserer klassische Vermessungsschulung Befliegung - aber richtig.

    Wer die ersten Flugversuche nicht alleine machen möchte, dem empfehlen wir zusätzlich das individuelle Flugtraining.

    Flugkategorie SPECIFIC: Für alle, die mehr wollen

    Was ehemals als Aufstiegsgenehmigung bezeichnet wurde, benennt jetzt eine gesamte Kategorie. Lassen Sie uns aber kurz etwas Kontext schaffen.

    Alle vorangegangenen Abschnitte bezogen sich auf die so genannten OPEN Kategorie. Diese heißt offen, weil keine Genehmigung von Behörden für einen Flug erteilt werden muss. Was in der offenen Kategorie erlaubt ist finden Sie in unserem FAQ-Artikel. Alle Flugvorhaben, die über die offene Kategorie hinausgehen gehören in die spezifische Kategorie (SPECIFIC Category), so z.B. Flüge bei Nacht, außerhalb der Sichtweite oder innerhalb eines Radius von 1,5 km zu Flughäfen.

    Sie haben noch eine Aufstiegsgenehmigung oder Allgemeinverfügung? Mehr dazu in unserem FAQ-Eintrag.

    Wenn Sie also in die spezifische Kategorie fallen, dann müssen Sie Ihre Flüge genehmigen lassen. Ein wesentlicher Vorteil der EU-Drohnenverordnung ist, dass die Genehmigung recht einfach funktioniert. Dafür sorgen so genannte Standardszenarien (kurz STS), die einen großen Bereich der typischen Anwendungen abdecken sollen. Eine Liste der aktuell verfügbaren Standardszenarien finden Sie hier.

    Falls Sie kein passendes Standardszenario finden können, bleibt nur der Weg über eine Risikobewertung namens SORA (Specific Operations Risk Assessment). Was das ist erfahren Sie in unserem Guide-Artikel.

    Fazit

    Auf den ersten Blick mag das alles nicht so leicht klingen. Lassen Sie sich davon aber nicht abschrecken! Drohnen bringen heute einen großen Mehrwert für viele Branchen und wie bei Airclip haben uns darauf spezialisiert gewerblichen Drohnenanwendern wie Ihnen zur Seite zu stehen. Senden Sie jetzt eine E-Mail an info@airclip.de und wir kümmern uns um Ihren erfolgreichen Start ins Drohnenzeitalter!

    Drohnenwissen

    Weitere Antworten finden Sie in der Airclip Drohnen FAQ

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