Drohnenwissen
Was ist ein LUC und lohnt er sich für mein Unternehmen?
Das LUC (Light UAS Operator Certificate) ist eine Betreiberzertifizierung. Wer eines besitzt, darf seine Drohnenflüge in einem festgelegten Rahmen selbst genehmigen, statt für jedes Vorhaben einen Antrag bei der Behörde zu stellen.
Was das praktisch bedeutet
Ohne LUC läuft jeder Betrieb in der speziellen Kategorie über eine Betriebsgenehmigung – mit entsprechender Vorlaufzeit. Mit LUC verlagert sich die Prüfung nach innen: Die Behörde zertifiziert einmal Ihre Organisation, und innerhalb der zertifizierten Rechte entscheiden Sie selbst, ob ein konkreter Einsatz durchführbar ist. Für Unternehmen mit kurzfristigen oder häufig wechselnden Einsätzen ist das der entscheidende Zeitgewinn.
Ein LUC gilt zudem EU-weit und ist unbefristet, solange die Voraussetzungen erfüllt bleiben.
Voraussetzungen
- Nur für juristische Personen – ein Einzelunternehmer kann kein LUC erhalten.
- Ein nachweisbares Sicherheitsmanagementsystem: dokumentierte Prozesse, Risikomanagement, interne Audits, benannte Verantwortliche.
- Ein gepflegtes Betriebshandbuch und eine Organisation, die tatsächlich danach arbeitet.
- Die Bereitschaft, das dauerhaft aufrechtzuerhalten – ein LUC ist kein Dokument, sondern ein Zustand.
Lohnt sich das?
Ehrlich: für die meisten Unternehmen nicht. Der Aufbau eines Sicherheitsmanagementsystems ist ein Projekt über Monate und bindet dauerhaft Personal. Das rechnet sich erst, wenn Drohnenbetrieb ein Kerngeschäft ist – bei vielen Piloten, mehreren Standorten und laufend neuen Einsatzorten, bei denen Wartezeit auf Genehmigungen bares Geld kostet.
Wer zwei- bis dreimal im Jahr eine Genehmigung braucht, fährt mit dem FastFlight-Verfahren oder einer generischen Betriebsgenehmigung deutlich besser.
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