Drohnenwissen
Welche Sensorik ist in einer Drohne verbaut?
Spricht man von der Sensorik einer Drohne, sind vor allem die IMU, der Luftdrucksensor, der Magnetkompass, das GNSS sowie optische und akustische Sensoren gemeint.
IMU
Die Inertial Measurement Unit besteht aus Beschleunigungs- und Drehratensensoren und stellt die Lageänderung um alle drei Achsen fest. Die Werte laufen in der Fluglagenregelung zusammen und werden als Stellgrößen an die Motorregler weitergegeben. Ohne IMU ist ein Multikopter – anders als ein Starrflügler – nicht flugfähig.
Luftdrucksensor
Er misst die Höhe barometrisch: Je weiter die Drohne steigt, desto geringer der Luftdruck. Schnelle Luftdruckänderungen durch Böen sind deshalb auch im Flugverhalten sichtbar.
Magnetkompass
Er sorgt für die Ausrichtung. Wird er durch elektromagnetische Felder gestört – etwa in der Nähe von Hochspannungsleitungen oder Stahlkonstruktionen –, leidet die Geradeausfahrt und der GNSS-gestützte Modus arbeitet unzuverlässig.
GNSS
Das Satellitennavigationssystem bestimmt die Position. Je mehr Satelliten sichtbar sind und je besser sie am Himmel verteilt stehen, desto genauer das Ergebnis.
Akustische und optische Sensoren
Ultraschallsensoren messen kurze Abstände, etwa zum Untergrund beim automatischen Landen. Optische Sensoren – Infrarot- oder Stereokameras – übernehmen Hinderniserkennung und die Positionshaltung über markanten Oberflächen, auch ohne GNSS.
Im Zusammenspiel machen diese Sensoren das Fliegen einfacher. Wie sie konkret zur Stabilisierung beitragen, fassen wir unter Welche Sensoren nutzt eine Drohne zur Stabilisierung der Fluglage? zusammen.