Drohnenwissen
Wo dürfen Drohnen fliegen und wo nicht?
Als Steuerer eines unbemannten Luftfahrtsystems nehmen Sie am Luftverkehr teil und müssen sich an die geltenden Vorschriften halten – in Deutschland vor allem an die LuftVO und die EU-Drohnenverordnung (Durchführungsverordnung (EU) 2019/947).
Wo Sie fliegen dürfen, hängt von drei Faktoren ab: der Drohnenklasse, der gewählten Betriebskategorie und dem Ort selbst. Einen Überblick zu Klassen und benötigten Führerscheinen finden Sie hier.
Unabhängig davon gelten nach § 21h LuftVO bundesweite Betriebsverbote, unter anderem:
- Wohngrundstücke: nicht ungenehmigt, wenn die Drohne über 250 g wiegt oder eine Kamera an Bord hat
- 100 m Abstand zu Industrieanlagen, Behörden, Botschaften, Justizvollzugsanstalten, militärischen Anlagen, Einsatzstellen, Krankenhäusern und Energieerzeugungsanlagen
- 1:1-Regel (Abstand mindestens Flughöhe) zu Bundesstraßen, Wasserstraßen und Bahnanlagen; die Querung ist oberhalb 100 m zügig erlaubt
- 100 m über Naturschutzgebieten
- 1,5 km um Flugplätze, mit dem seit 6. August 2026 geltenden gestuften Zonenmodell in Kontrollzonen – Details in unserem eigenen Beitrag
Wollen Sie trotz eines dieser Verbote fliegen, brauchen Sie eine Erlaubnis nach § 21i LuftVO – mehr dazu in unserer Übersicht zur Erlaubnispflicht. Wo genau die Grenzen der einzelnen Gebiete verlaufen, sehen Sie am zuverlässigsten in der dipul-Karte der DFS.