Wärmebilder aus der Luft

03.07.2018 09:59

Drohnen gehören heute längst zum Alltag. Sowohl für den Hobbypiloten als auch im gewerblichen Bereich, zum Beispiel für die Fotografie, Dokumentation, Vermessung und Baufortschrittsüberwachung, sind sie nicht mehr weg zu denken. Mit einer Kamera oder Sensoren sowie der entsprechenden Software für die nachträgliche Datenauswertung ist die Drohne ein Multitalent für jedes Einsatzgebiet.

Trotzdem werden die Einsatzmöglichkeiten stetig erweitert. Nun erobern kostengünstige Wärmebildkameras den Markt.

Wozu werden drohnengestützte Wärmebildkameras benötigt?
Wärmebilder aus Luft kennt man vom Suchen von vermissten Personen oder flüchtigen Straftätern. Doch mit Hilfe eines Multikopters ist noch viel mehr möglich. Die drohnengestützte Thermografie ist so vielseitig anwendbar wie die Drohne selbst. Da es um das Identifizieren von Wärmequellen beziehungsweise Temperaturunterschieden geht, erschließen sich folgende Bereiche.

  • Brandbekämpfung (Erkennung von Brandherden)
  • Sicherheit und Überwachung (Grenzsicherung und behördliche Kontrolle/ Strafverfolgung / Suche nach Vermissten)
  • Wildtier-Beobachtung / Wildtier-Monitoring (Jagd / Dokumentation / allgemeine Tierbeobachtung)
  • Baubereiche (Baudiagnostik /Wärmedämmung / Flachdachkontrolle / Strukturanalyse / Nässe)
  • Industrielle Inspektion (Rohrleitungen / elektrische Leistungsmessung / Solaranlagen und Photovoltaik)
  • See und Schifffahrt (Seenot-Rettung / Ölverschmutzungen / Lotsen)
  • Land-, Forstwirtschaft (Bewässerungszustand / Gesundheitszustand der Pflanzen / vorbeugende Wildtierschutzmaßnahmen, wie die Ortung von Wild vor der Ernte und das Lokalisieren von Rehkitzen)

Vorteile drohnengestützter Wärmebildkameras
Mit Hilfe der unbemannten Flugsysteme können teure Hubschrauber-Einsätze vermieden und die Kosten damit vergleichsweise gering gehalten werden. Außerdem können auch schwer zugängliche Bereiche beflogen werden. Weiterhin spricht eine wesentlich höhere Sicherheit für den Drohneneinsatz, da zum Beispiel kein Helikopterpilot in Gefahr gebracht wird.
Ein weitere Vorteil ist, dass eine Wärmebildkamera hervorragend durch Nebel und Rauch sehen kann.
Vielleicht gehören Drohnen damit in Zukunft zur Basisausstattung von Einsatzkräften?
Bei der Inspektion von industriellen Einrichtungen ist oft eine Unterbrechung des Betriebes nicht notwendig und kann so parallel zum normalen Betrieb erfolgen.

Ist das etwas für mich?
Dank der zahlreichen Montagemöglichkeiten lässt sich eine Wärmebildkamera an nahezu jedes UAS integrieren. Die Bedienung ist denkbar einfach und erfordert keine Vorkenntnisse im Bereich Wärmebild- oder Kameratechnik. Airclip bietet die FLIR VUE PRO an. Sie ermöglicht das Aufzeichnen radiometrisch auswertbarer Datenformate. FLIR ist ein bewährter amerikanischen Hersteller für Wärmebildtechnik.

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